man”n” sollte nie nie sagen

Das Ausfahren aus dem Autozug gestaltet sich genau so schwierig wie das Einfahren. Die Adrenalinschübe, die ich beim Balancieren der 340kg schweren GS bekomme, wehrend ich im Schritttempo durch die Wagons zuckle sind genau das richtige um nach der Nacht im Zug wach zu werden. Nach kurzer Verabschiedung der Abteilnachbarn geht es los Richtung Kiel. Vor dem Verladen auf die Fähre nach Oslo machen wir noch einen Abstecher zum Liegeplatz der Gorch Fock die nach all den Schlagzeilen, ruhig zwischen den anderen Kriegsschiffen am Kai liegt. Unser Schiff, das uns nach Oslo bringen soll gleicht eher einem Kreuzfahrtdampfer als einer Autofähre, neben Bars und Läden gibt es Ein Theater, Badelandschaft und eine Wellness Oase. Das Auslaufen verbringen wir auf dem Sonnendeck, beobachten das Treiben im Hafen und entdecke am Kai gegenüber eine rostige klassische Autofähre die nicht mal halb so groß ist wie unser Schiff. Wir sind uns einig, nie würden wir auf so einem Schiff mitfahre, na ja man soll ja nie, nie sagen. Den auf den zweiten Blick stelle ich fest, es ist die Fähre mit der wir von Litauen zurück fahren wollen.

Die ersten Kilometer

Die ersten Kilometer haben wir hinter uns gebracht. Und spätestens kurz vor dem Verladen der Motorräder am Münchner Ostbahnhof war klar warum die Bahn bei der Reservierung die Höhe wissen wollte. Aber bevor wir in das grade mal 1,60 m hohe Autodeck einfahren durften, wurde uns erst mal erklärt dass, unsere Reservekanister nicht mit dürfen. Erst nach dem der nette Bahnbeamte ganz sicher war dass, da noch nie Benzin drin war, durften wir dann mit eingezogene Köpfen in den Zug einfahren. Bei meiner hohen Enduro waren gerade mal noch 10 cm Platz zwischen Decke und Scheibe, und ab und zu streift auch mal der Helm am oberen Fahrdeck.

Die nächste Überraschung, ist der voll besetzte Hühnerstall, 4x über 100kg schwere Jungs und dann noch meine 65 kg in einem Abteil mit 1,9 m x 3 m x 2,8m. Wäre es ein Viehtransport würde das Veterinäramt sicher einschreiten.

… experiences of journeys and traveling