Category Archives: China, or what am I doing here?

er lässt nicht locker

So ganz verschwindet es dann doch nicht, dieses Kopfkino. Immer wenn ich nicht mehr an die bürokratischen Bareren der chinesischen Behörden denke und die Bilder der GS’e zwischen den Hochhäusern verblasst, ist er wieder da, der Travel Bug. Dieser oft erwähnte Reisevirus der mich nicht zu Ruhe kommen lässt frischt auch hier in Peking immer wieder die Bilder auf. Er lässt nicht locker mich daran zu erinnern, welche Abenteuer ich mit einem Motorrad erleben könnte. Richtig hartnäckig wird der Virus, als ich bei einem meiner Geocache Streifzügen durch die Stadt dieses Gespann entdecke.
Ein Kreuzung aus Aprilia Pegasso und Kübelwagen. Ein Nato Olive lackiertes Sidecar, Stollenreifen, Ersatzrad am Heck und Platz für Gepäck. Genau das richtige für eine lange Reise kommt mir bei diesem Gefährt in den Sinn.

My World Map

du kommst hier nicht rein

Regelmaß bekomme ich von von meinen Deutschen Kollegen Material nach Beijing gesendet und so liegt es für mich nahe die GS, beim meinem nächsten Besuch in Deutschland einfach auf eine Palette zu schnallen und ebenfalls hier her zu senden. Ich mache mir zunächst wenig  Gedanken über Zoll, Nummernschild und andere Sachen. Dachte ich doch bisher, die größte Hürde sei die Fahrerlaubnis gewesen, holt mich die Realität aber schnell wieder ein.

Schon Kurz nach Weihnachten hatte ich Chris und Ning von meiner Lokalen Partner Firma Cisema, von meiner Idee “the long way home”erzählt.  Sie waren schnell begeistert mal was anders zu unterstützen als die immer gleichen Logistischen Abläufe. Schon bald fangen sie an zu recherchieren, telefonieren und Leute zu befragen, doch die Ernüchterung kommt schnell. Der Import eines Gebrachten Fahrzeuges ist quasi unmöglich. Selbst für jemanden der als Expet hier für ein paar Jahre ins Land kommt und sein Hausrad mit bringen will ist es wohl so ziemlich ausgeschlossen. Ein Fahrzeug geht gar nicht, bekommen wir überall zu hören.

Der Travel Bug gibt sich mit sowas natürlich nicht zu frieden und so kommt mir der Gedanke, wie wäre es den auf eigener Achse an der Grenze an zu kommen und um Einlas zu bitten. Chris hat in etwa die selbe Idee und schlägt vor, wir könnte doch das Moped nach Vladivostok senden. Ich für meinen Teil schlage Ulan-Bator vor. Da ich es von dort aus für einfacher halte und die Strecke kürzer wäre. Ning hängt sich daraufhin mal wieder ans Telefon. Nach einigen Tagen ist klar so wird das auch nicht laufen. Nur Gruppenreisen mit Begleitung ist es gestattet so nach China ein zu reisen. Ich frage nicht wie die dass mit dem Führerschein machen. Bracht man doch mindestens ein Visum mit mehr als 90 Tagen, und das gibt es eigentlich nicht für Touristen, aber die Zahlen ja sicher viel Geld für den Führerschein, ist dann auch ne art Business”Visum” denk ich mir.

Der Frust ist groß das es nicht gelingen will mein geliebtes Bike hier her zu bekommen doch Tag um Tag vergehen und so langsam verblassen das Bilder in meinen Gedanke von der gepackten GS hier vor meiner Haustür, neben dem bunten häufen der Miet Radel.

Mir können alles außer Hochdeutsch oder weid weg und doch Drhoim

Da ich ja selten in meinem Blog über die normalen dingen Berichte gibt es über die erste Woche nicht viel zu schreiben. Eines möchte ich aber doch erwähnen. Wer meinen Kunden hier in Peking kennt und bei denen schon mal in ihrer schwäbischen Heimat zu Besuch war, wir sich hier die Augen reiben. Ich habe in den ersten Stunden mehr als ein mal auf meinen Besuchterausweis geschaut um sicher zu sein dass ich beim richtigen Unternemen bin. Den währende man in Deutschland vor lauter Geiz nicht ein mal ein Glas Wasser in einer Besprechung angeboten bekommt, gibt es hier so gar frisches Obst am Schreibtische. Auch ein kalte Coka Cola steht immer im Kühlschrank für einen bereit. Das man im Grunde bei einer Schwäbischen Firma zu Besuch ist, kann man aber dennoch am Dialekt der deutschsprachigen Chineses erkennen. Mein direkter Ansprechpartner schwätzt fließend schwäbisch und ihm sind auch unsere Fremdwörter und schwäbische Grammatik vertraut. So erklärt er gerne mal der neuen Praktikantin, dass bei uns im Ländle, das “st” nicht wie im Deutschen  nur am Wordanfang mit “scht” gesprochen wird. Sondern dass beim Schwäbisch das st immer gegen ein scht zu ersetzen ist. Auch die Relativpronomen “der, die, das, welcher, welche und welches” und vor allem  “wo” belegt er an Hand der  Klinsmann Grammatik ” mir san die wo gwinne welled”.